Der lange Weg zum fertigen Objekt


 

Christian Schaffrath wurde 1984 geboren und ist in Büdingen aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er in Frankfurt Pharmazie und arbeitete als Apotheker in verschiedenen Apotheken. Neben Studium und Beruf entdeckte er seine große Leidenschaft für die künstlerische Arbeit. Dazu erlernte er den Umgang mit keramischen Massen und eignete sich verschiedene Techniken der Holz- und Metallbearbeitung an. Heute entstehen in der Büdinger Werkstatt besondere Objekte und Figuren.

 Der lange Weg jedes Objektes beginnt im Boden des Westerwaldes, wo der Ziegelton bergmännisch abgebaut wird. In der Büdinger Werkstatt muss die Tonmasse zuerst geknetet und geschlagen werden, bevor daraus die individuellen Einzelstücke mit der Hand modelliert werden können. Nach einer Trocknungszeit von mehreren Wochen kommen die Objekte zum sogenannten Schrühbrand bei rund 900 Grad für zehn bis zwölf Stunden in den Brennofen. Anschließend werden spezielle Engoben und selbst entwickelte Glasuren mit dem Pinsel aufgetragen, die dem Ton die Farbigkeit verleihen. Es folgt der zweite stundenlange Brand bei bis zu 1200 Grad, der die Keramik wetter- und frostfest macht.

 

Viele Objekte zeichnen sich durch eine Kombination unterschiedlicher Materialien aus, sodass auch heimische Hölzer wie Eiche, Apfelbaum oder Haselnuss zum Einsatz kommen, deren besondere Oberfläche durch die Behandlung mit Beize, Leinöl und Bienenwachs erzielt wird. Außerdem wird rohes Eisen eingesetzt, das im Feuer erhitzt und formbar gemacht wird. So vereinen sich Materialen mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften: Die Ausdruckskraft und Beständigkeit des gebrannten Ziegeltones mit der Stabilität und Zähigkeit des Eisens und der Natürlichkeit und Wärme des Holzes.

Werkstattausstellung

Die Werkstatt befindet sich ebenfalls in Büdingen und ist einmal im Jahr zur Werkstattausstellung für Besucher geöffnet. Sie haben dann die Gelegenheit die neuesten Arbeiten zu betrachten, außerdem werden im Werkstattgarten viele Gartenobjekte und Gartenfiguren gezeigt.

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